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10 gute Gründe für den Besuch einer Selbsthilfegruppe
 
- 1 -
Gleiche Krankheit
 
- 2 -
Rückfallprophylaxe
 
- 3 -
Ich bin nicht allein
 
- 4 -
Experten in eigener Sache
 
- 5 -
Selbsthilfe macht stark
 
- 6 -
Bessere Aussichten
 
- 7 -
Ich muss nicht!
- 8 -
Selbsthilfe ist überall
 
- 9 -
Es bleibt vertraulich
 
- 10 -
. . .ist auch für Angehörige da
 
 
 
Angehörige
 
 

Es gibt derzeit leider keine Gruppe!

 

Eine gute Alternative könnte eine Gruppe Psychoedukation für Betroffene und Angehörige sein.

 

Achtung:

Es handelt sich dabei nicht um eine Selbsthilfegruppe!

 
 
Gründung
 

von Gruppen werden  gerne über den Arbeitskreis im Rems- Murr - Kreis  unterstützt!

 
 

Die Selbsthilfe hat sich in den letzten Jahrzehnten als weitere, wichtige Säule im Gesundheitswesen entwickelt. Sie hat sich als unabhängiges Netzwerk für Information, Kommunikation und Beratung zur Steigerung der Lebensqualität längst fest etabliert.

Selbsthilfe will weder Medizin noch Therapie ersetzen, sondern diese wirkungsvoll ergänzen.

Das Bewusstsein, nicht mit den eigenen Problemen alleingelassen zu sein, ist für viele Menschen ein sehr wichtiger Schritt in der Bewältigung einer Krankheit oder Behinderung.

Hinter Selbsthilfegruppen stehen Menschen mit gleichem Krankheitsbild, gleicher Behinderung, Sorgen und Nöten. Mit ihren persönlichen Erfahrungen und ihrem Wissen helfen sie sich wechselseitig in der Gruppe und schöpfen daraus gemeinsam mit ihren Angehörigen Kraft, um ihr Leben bestmöglich zu gestalten.

. . .

 

Quelle: Broschüre - Selbsthilfegruppen Ostwürttemberg 2015  - Vorwort des Geschäftsführers der AOK - Die Gesundheitskasse Ostwürttemberg

 
 

Hinweis: Bei "Selbsthilfe Depression" ist nicht gemeint sich bei einer Depression selber zu helfen. Gemeint ist, ob eine Selbsthilfegruppe in diesem Bereich möglich ist!

 
 

Depression – Rolle der Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen bieten Menschen, die unter Depressionen leiden, in einem besonderen Maße Hilfe und Unterstützung.

Der Austausch mit anderen Betroffenen ist entlastend.

Die Menschen erfahren, dass sie mit ihrer Krankheit, die oft in der Gesellschaft tabuisiert wird, nicht allein sind. Betroffene können sich auch ein Stück weit gegenseitig Halt und Unterstützung geben.

Darüber hinaus bietet die Selbsthilfegruppe die Chance, gemeinsam aktiv zu sein.

Gerade für depressive Menschen, die unter Antriebslosigkeit leiden, ist dies ein Schritt hin zur Überwindung einer depressiven Episode.

Selbsthilfegruppen sind auch eine wichtige Informationsbörse und bieten Patienten die Chance, sich besser über ihre Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Es liegt in der Natur der Krankheit, dass Patienten, die sich in der Phase einer schweren Depression befinden, kaum motiviert werden können, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

Diese Gruppen sind deshalb vorrangig geeignet für Menschen in der Früh- oder Endphase einer Depression sowie für Patienten, die unter wiederkehrenden Depressionen leiden und sich gerade in einer beschwerdefreien Periode befinden.

 
 

Wie ist der Stand der Selbsthilfe Depressionen in Deutschland?
Gesicherte Zahlen zu dieser Frage gibt es derzeit nur für Baden-Württemberg. Dort gibt es laut einer Umfrage bei den Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen gerade einmal 23 Gruppen zum Thema Depressionen und 30 Gruppen zum Thema Ängste.

Als Vergleichzahl soll der Rems-Murr-Kreis (nahe Stuttgart) dienen. Dort sind aufgrund Privatinitiative innerhalb von zwei Jahren zehn Selbsthilfegruppen Depressionen / Ängste entstanden. Hochgerechnet an den Einwohnerzahlen fehlen somit ca. 220 – 250 Gruppen in Baden-Württemberg. Es ist davon auszugehen, dass es in anderen Bundesländern nicht anders ist. Dass die bestehenden Gruppen nicht einmal miteinander vernetzt sind, macht die ganze Angelegenheit noch trauriger.

 
 

Selbsthilfe bei Depressionen und Ängsten - Unterschiede
Auf die Gründe für Depressionen und Ängste soll hier nicht näher eingegangen werden. Allerdings, wie alleine sich Menschen mit Depressionen und Ängsten fühlen, können nur Personen ermessen, die ähnliches durchgemacht haben. So sind diese Ausführungen hier das Ergebnis eigener gemachter Erfahrungen.

Ich behaupte: „Es ist ein großer Unterschied zwischen Selbsthilfegruppen (egal in welchem Bereich) und einer Gruppe Depressionen.“ Stimmt das? Gibt es eine Möglichkeit der Änderung?

Was sind das für Unterschiede?
Warum ist das so / könnte das so sein?
Der Hauptunterschied ergibt sich schon aus der Erklärung der Krankheit.
Eine Depression (v. lat. depressio „Niederdrücken“), in der Psychologie und der Medizin meist als depressive Episode bezeichnet, ist eine psychische Störung, die durch die Hauptsymptome

  • gedrückte Stimmung

  • gehemmter Antrieb

  • Interesselosigkeit und Freudlosigkeit

  • ein gestörtes Selbstwertgefühl und eine Abschwächung der Fremdwertgefühle (Verlust von Interesse/Zuneigung für früher wichtige Tätigkeiten oder Bezugspersonen

  • Schwund der emotionalen Resonanzfähigkeit, wobei sich der Patient seiner fehlenden Fremdwertgefühle schmerzhaft bewusst wird – von Betroffenen als Gefühl der Gefühllosigkeit bezeichnet) gekennzeichnet ist.

 
 

Gründung einer Selbsthilfegruppe
Gründung einer Selbsthilfegruppe erfolgt von Betroffenen für Betroffene. Leider ist es nun in der Regel so, dass nach einer Behandlung – ob stationär oder ambulant – der Patient sich wieder in sein „normales“ Umfeld zurückzieht und keine Zeit, kein Interesse und auch häufig nicht die Kraft für die Gründung einer Selbsthilfegruppe hat. Häufig steckt der Patient noch immer in einer Berg- und Talfahrt. Häufig ist der Patient auch nach einem stationären Aufenthalt noch nicht so gefestigt und hat genug mit sich selber zu tun. Man könnte jetzt meinen, es könnte jemand nicht Betroffenes eine Gruppe gründen. Das ist aber aufgrund des häufigen Nichtverstehens der Krankheit leider nicht möglich.

Gruppenmitglieder
Das Krankheitsbild Depressionen trifft natürlich auch diejenigen, die Interesse an einer Selbsthilfegruppe bekundet haben. Auch hier müssen erst einmal Hemmnisse die häufig in einem selber liegen überwunden werden. Bei den gegründeten Gruppen haben sich auch Personen gemeldet, die dann aber doch nicht erschienen sind. Die Gruppenmitglieder haben einen recht unterschiedlichen Stand. Die Gründe für die Depression können sehr vielschichtig sein. Das macht es zusätzlich schwierig. Nun hat sich jemand einmal durchgerungen zu einer Selbsthilfegruppe Depressionen zu gehen. Nach einigen Wochen fühlt sich derjenige von der Psyche wieder stärker und meint die Gruppe nicht mehr zu benötigen. Er bleibt der Gruppe fern. Hier sehe ich eine große Gefahr für den Bestand einer Selbsthilfegruppe Depressionen.

Gruppenarbeit
Die Gruppenarbeit in einer Selbsthilfegruppe Depressionen ist sicher ebenfalls schwieriger, da die Depression eine latente Ungeduld mit sich bringen kann. Des Weiteren sind die Teilnehmer sicherlich sensibler auf Dinge, Worte, Gesten oder was auch immer. Gruppenmitglieder bleiben womöglich auch mal schneller einem Termin fern. Nicht weil sie nicht wollen – nein weil sie einfach nicht können (Antriebslosigkeit). Das hat natürlich Auswirkungen auf die Gruppe und das sollten sich die Teilnehmer auch zugestehen.

 
 

Aufgrund dieser Unterschiede ist eine Vernetzung bestehender Gruppen notwendig um auch voneinander zu profitieren.

"Gründen Sie eine Gruppe!"

Wenn Sie Hilfe und Unterstützung benötigen nehme Sie bitte Kontakt auf! In den vergangenen sechs Jahren habe ich mehr als 25 Selbsthilfegruppen in mehreren Landkreisen gegründet.

Mehr dazu finden Sie auf der Homepage von:

 

Hinweis:

Auf der Homepage können Sie auch einen Leitfaden:

Gründung einer Selbsthilfegruppe Depression

anfordern - siehe auch unten.

Bei der Gründung und vor allem den ersten Gruppentreffen ist doch einiges zu beachten.

Weitere Unterstützung bekommen Sie auch immer von der für den Ort / Landkreis zuständigen Selbsthilfekontaktstelle.

Das "Rad" muss also auf keinen Fall neu erfunden werden!

Daher noch einmal:

"Gründen Sie eine Gruppe!

 
 

Leitfaden als Hilfe:

 

Leitfaden Gründung und Leitung Selbsthilfegruppe

Leitfaden Themen
Selbsthilfegruppe

   Inhalt: 

   Inhalt: 

leider vergriffen

leider vergriffen

 
 

Eine Selbsthilfegruppe Depressionen / Ängste bietet die Möglichkeit für vielfältige Themen:

Seit dem Jahr 2006 - der ersten im Rems-Murr-Kreis von mir gegründeten Gruppe wurden zahlreiche Themen in der Selbsthilfegruppe besprochen.

Ab 01.01.2007 wurde zur Themenarbeit übergegangen. Warum Themenarbeit und vor allem welche Themen lesen Sie auch auf den Seiten des Arbeitskreis "Die Seele hat Vorfahrt!" !

Mein Fundus an Themen ist aufgrund der vielen Jahre und weil ich mir auch viele Aufzeichnungen gemacht habe recht unfangreich.

Auch die verschiedenen Ausbildungen wie

  • Familien- und Konfliktberater / Mediator

  • Achtsamkeitsausbildung

  • Heilpraktiker für Psychotherapie

kommen den Teilnehmern der beiden NEW Balance - Gruppen zu gute!

 
 

Mit der Gründung des Arbeitskreis "Die Seele hat Vorfahrt!" (dshv) ab 01.01.2017 sind wir auch mit vielfältigen Themen zu psychischen Erkrankungen an der Öffentlichkeit.

Allerdings beschränken sich die Aufgaben und Ziele des dshv nicht "nur" auf die Krankheit Depression. Mehr dazu lesen Sie bitte auf den Seiten des Arbeitskreis (auf dieser Homepage).

Unsere Aktivitäten kommen im Bereich Depression - Beispiel 1. Aktionswochen im September 2017 - allen bestehenden Selbsthilfegruppen Depressionen / Ängste zu gute!

So kamen nach unserem Vortrag - Depression und Selbsthilfe viele Anfragen für Selbsthilfegruppen für den gesamten Rems-Murr-Kreis.

 
 

Lesen Sie auch das Interview von Clefferle:

Thema Nachhaltigkeit

> > hier < <

 
 
       
 

  
 

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