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Wandel

" Wandel " - Geht das?

 

Der Untertitel "Wandel" für das Jahr 2015 steht bereits im September 2014 fest.

Wenn wir als Menschen in einer Krise stecken bleiben, uns verrennen in "Lösungen", die nicht funktionieren kann ein deutsches Merkwort hilfreich sein

" Wandel "

 

 
 
     
W  Werte erforschen Fragen Sie sich regelmäßig: Worauf kommt es Ihnen wirklich an im Leben, was erfüllt Sie, was macht Sie zufrieden, was ist für Sie ein "gut gelebtes Leben"?
   
A  Akzeptieren Akzeptieren Sie, was nicht zu ändern ist, vor allem unangenehme Gefühle, sie gehören zum Leben dazu.
   
N  Nichthaften an Gedanken Lernen Sie, auf Abstand zu gehen zu Gedanken, die nicht hilfreich sind. Sie können nicht verhindern, dass sie auftreten, aber sie müssen sich nicht nach ihnen richten. Lernen Sie, nicht alles zu glauben, was Sie denken.
   
D  Den Augenblick leben Wir sind oft mit unseren Gedanken überall, aber nicht im Hier und Jetzt. Lernen Sie, sich achtsam dem gegenwärtigen Moment zuzuwenden.
   
E  Entschlossen handeln Überwinden Sie Lethargie und Impulsivität und handeln Sie bewusst und entschlossen auf der Grundlage Ihrer Erfahrungen und Werte.
   
L  Loslassen des Selbstbildes Lernen Sie, aus der Schublade herauszukommen, in die andere Leute und nicht zuletzt auch Ihr eigener Verstand Sie stecken wollen. Betrachten Sie Ihr Selbst stattdessen aus der Beobachter-perspektive und sehen es als "Behältnis" Ihrer sich ständig im Fluss befindlichen Gefühle und Gedanken.
   

 Auszug aus Lernmaterial zur Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)

 
  
 
Mäusestrategie von Spencer Johnson
 
“Alles fließt, nichts ruht“ erkannte bereits der griechische Philosoph Heraklit. Die Geschwindigkeit, mit der sich alles um uns herum verändert, hat im letzten Jahrzehnt dramatisch zugenommen und macht vielen Menschen Angst. Gleichzeitig versuchen wir, am Alten festzuhalten, weil es uns vertraut ist und vermeintlich Sicherheit gibt. Wir “wissen“ woran wir sind. Wir schieben oft anstehende Veränderungen hinaus, weil wir eben nicht wissen, wohin sie uns führen werden. Unsicherheit und Angst sind neben Hoffnungen und positiven Erwartungen wesentliche Begleiter von Veränderungen. Oft lähmen uns auch Schuldzuweisungen an Andere, um die nötige Energie und Kreativität zum ersten Schritt in die Veränderung aufzubringen.

“Who Moved My Cheese?“ ist eine Geschichte über Veränderungen. Eine Metapher über die Möglichkeiten, mit Veränderungen umzugehen.

Käse = Metapher für alles, was wir uns im Leben wünschen: Arbeit, Geld, glückliche Familie, Anerkennung ....
Wir erhoffen uns von dem Käse, dass er uns glücklich macht. Haben wir ihn, tritt meist eine Gewöhnung ein.
Verlieren wir ihn, endet dies oftmals in einem traumatischen Erlebnis.

Das Labyrinth steht hier für einen Ort an dem man das sucht, was man haben möchte. Das Labyrinth kann hier auch ein Unternehmen, die Familie, die Gemeinde usw. sein. Durch diese Geschichte werden hinterher oftmals Veränderungen in einem anderen Licht betrachtet.

Zur Geschichte:
In einem weit entfernten Land lebten vor langer Zeit vier kleine Wesen in einem Labyrinth. In dem suchten sie nach Käse, der sie satt und glücklich machte.

Es gibt hier zwei Mäuse: Schnüffel und Wusel, die nach gut schmeckendem Hartkäse suchen und zwei Zwergenmenschen, Grübel, Knobel, die schalten ihr Gehirn ein und suchen nach einer anderen Art von Käse. Jeden Morgen zogen die Vier los, in Jogginganzug und Laufschuhe und suchten im Labyrinth nach ihrem Lieblingskäse. Strategie der Mäuse: Sie liefen einen Gang herunter, und wenn der sich als leer erwies, kehrten sie um und nahmen sich einen anderen Gang vor.

Strategie der Zwergenmenschen: Sie zogen frühere Erfahrungen und Erkenntnisse mit ein und wandten andere Methoden an. Allerdings brachten sie ihre Überzeugungen und Gefühle manchmal durcheinander. Schließlich fanden sie dann alle auf ihre eigene Weise das, was sie gesucht hatten: Jeder von ihnen entdeckte eines Tages am Ende eines Korridors seine ganz spezielle Käsesorte im Käselager K.

Von nun ab lief es folgendermaßen ab: Die beiden Mäuse rannten jeden Morgen sehr früh im Jogginganzug und den Turnschuhen los, hängten sich, am Käse angekommen die Turnschuhe um den Hals (es könnte ja sein, dass doch kein Käse mehr da ist!), und ließen sich den Käse schmecken.

Die beiden Zwergenmenschen gingen jeden Morgen ein bisschen später los, denn sie waren sich ja sicher, dass immer Käse da ist. Sie schlenderten hin, bauten ihre Wohnung ganz in der Nähe des Käselagers auf, verzierten die Wände mit Sprüchen und zeichneten Käsebilder drumherum.

Einer der Sprüche lautete: Wer Käse hat, ist glücklich.

Die beiden Zwergenmenschen wurden immer arroganter und betrachteten den Käse als ihren Käse. Es wurde sogar noch schlimmer, denn bald fühlten sich die beiden so wohl, dass sie gar nicht mehr merkten, was vor sich ging. Die beiden Mäuse dagegen behielten ihre Gewohnheiten die ganze Zeit bei.

Eines Morgens kamen sie im Käselager K an und entdeckten, dass kein Käse mehr da war. Die beiden Mäuse waren nicht sehr verwundert darüber, hatten sie doch bemerkt, dass der Käsevorrat von Tag zu Tag kleiner wurde. Sie griffen ihre Laufschuhe, zogen sich diese an und waren schnell auf und davon, um neuen Käse zu suchen. Für die Mäuse war das Problem einfach: Die Lage hat sich im Käselager K verändert, also beschlossen Schnüffel und Wusel sich ebenfalls zu ändern.
Später am Tag kamen auch die beiden Zwergenmenschen im Käselager an. Sie waren schier entsetzt darüber, dass keine Käse mehr da war. Grübel brüllte und Knobel wollte sich den Tatsachen nicht stellen – er verdrängte sie erst einmal. Käse war nicht nur wichtig, damit sie genügend davon essen konnten. Jeder von ihnen hatte eine ganz persönliche Vorstellung davon, was Käse für ihn bedeutete. Knobel wurde deprimiert, schließlich hatte er Zukunftspläne geschmiedet, die von diesem Käse abhingen. An diesem Abend zogen Grübel und Knobel hungrig und entmutigt nach Hause. Aber bevor sie gingen, schrieb Knobel an die Wand:

Je wichtiger Dir Dein Käse ist, desto mehr willst Du ihn behalten.
Am folgenden Tag kehrten Grübel und Knobel wieder ins Käselager zurück. Immer noch erwarteten sie, dass sie dort ihren Käse finden würden. Knobel wollte nichts sehen und hören, er hatte nicht bemerkt, dass der
Käsevorrat immer kleiner geworden war. Grübel analysierte diese Situation immer wieder aufs Neue und sagte dann, dass sie einen Anspruch auf Entschädigung haben. Jemand hatte ihnen das angetan und das Problem verursacht.
Während die beiden Zwergenmenschen immer noch diskutierten, waren die beiden Mäuse schon ein gutes Stück voran gekommen. Schließlich landeten die beiden Mäuse in einem Teil des Labyrinths, wo sie noch nie zuvor gewesen waren: das Käselager N. Sie trauten ihren Augen kaum, denn hier lag der größte Käsevorrat, den die Mäuse jemals zuvor gesehen hatten.
Knobel und Grübel taten weiterhin jeden Tag dasselbe, sie gingen zum Käselager K, fanden keinen Käse und zogen mitsamt ihren Sorgen und Enttäuschungen wieder nach Hause zurück. Manchmal dachte Knobel an seine beiden Mäusekumpane und fragte sich, ob sie denn vielleicht schon Käse gefunden hätten. Dann sah er die beiden, wie sie sich über einen riesigen Berg von Käse hermachten und den genüsslich verschlangen. Er sagte zu Grübel: ,,Komm, lass uns auch wieder nach Käse suchen.“ Doch Grübel wollte nicht, er fühlte sich zu alt und außerdem hatte er Angst , dass sie sich verirren könnten. Er sagte: ,,Nein, hier ist es bequem. Mir gefällt es hier.“

Schließlich war es so, dass ihre Wohnungen nicht mehr die behaglichen Plätzchen von einst waren. Sie fanden auch kaum mehr Schlaf und wurden von Alpträumen geplagt.

Eines Tages sagte Grübel: ,,Weißt Du, wenn wir uns nur mehr bemühen, wird sich herausstellen, dass sich gar nichts groß verändert hat. Der Käse ist wahrscheinlich ganz in der Nähe.“ Am nächsten Tag kamen sie mit Werkzeugen an und machten ein Loch in die Mauer. Auch am darauf folgenden Tag vergrößerten sie das Loch, aber kein Käse kam zum Vorschein. Knobel wusste, dass ihre Chancen immer mehr schwanden. Ihm gefiel zwar die Vorstellung nicht, wieder durch das Labyrinth laufen zu müssen, um Käse zu suchen. Trotzdem suchte er seine Laufschuhe (er musste lange suchen, denn er hatte geglaubt, dass er sie nicht mehr brauchen würde) und zog sich diese an. Sein Freund sagte zu ihm: "Du willst doch nicht etwa wirklich wieder ins Labyrinth hinaus. Warum wartest du nicht einfach hier mit mir, bis sie den Käse zurückbringen?“ „Weil er einfach nicht mehr zurückkommt,“ sagte Knobel. „Ich wollte das auch nicht einsehen, aber jetzt ist mir klar, dass sie den alten Käse nie zurückbringen werden.“,,Was ist aber“, fragte Grübel, wenn wir keinen Käse finden?“,,Keine Ahnung“, sagte Knobel und fühlte, wie die Ängste wieder hochkamen. Aber er sagte zu sich, dass manchmal sich etwas verändert und das man mit den Veränderungen mitgehen sollte.
Knobel machte sich zum Gehen fertig, ritzte aber noch einen Sinnspruch in die Wand, über den Grübel nachdenken sollte:

Wer sich nicht ändert, kann untergehen.
Knobel zog los und spähte immer wieder zurück. Er konnte fühlen, wie ihn etwas in sein gewohntes Terrain zurückzog – obwohl es dort schon lange keinen Käse mehr gab. Knobel wurde ängstlich und fragte sich, ob er sich wirklich ins Labyrinth hinauswagen sollte. Er schrieb einen Spruch an die gegenüberliegende Wand und starrte eine Zeit lang darauf:

Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?
Die nächsten Tage irrte er im Labyrinth umher. Es machte ihm alles viel mehr Mühe, wie beim ersten Mal. Aber trotzdem sagte er immer wieder zu sich selber, dass das was er im Moment tat, zwar recht unangenehm sein mochte, in Wirklichkeit aber viel besser war, als im Lager Käselos zu verhaaren. Er war dabei, das Ruder selbst zu übernehmen, anstatt sich treiben zu lassen. Er erkannte, dass der Käsevorrat nicht über Nacht verschwunden war, sondern immer mehr zusammengeschmolzen war. Eigentlich hatten die Überreste auch gar nicht mehr so gut geschmeckt. Knobel erkannte nun, dass ihn die Veränderungen vermutlich nicht überrascht hatten, wenn er die ganze Zeit aufgepasst hätte, was sich um ihn herum tat, und sich auf Veränderungen eingerichtet hätte. Er schrieb an die Wand:

Schnupper oft am Käse, damit Du merkst, wenn er alt wird.
Dann kam er an eine Stelle, die viel versprechend nach Käse roch. Aber er musste dann feststellen, dass der
Käse alle war. Er fühlte sich sehr schlecht und überlegte, ob er nicht vielleicht doch zurück zu Grübel gehen solle. Schließlich wäre er dann auch nicht mehr alleine. Dann dachte er an die Zeiten, in denen er sich im Labyrinth am wohlsten gefühlt hatte. Das war immer dann gewesen, wenn er sich weiterbewegte. Er schrieb jetzt an die Wand:

Wer eine neue Richtung einschlägt, findet leichter neuen Käse.
Er ging jetzt also los, in eine neue Richtung. Zu seiner Überraschung merkte Knobel, wie ihm die Sache immer mehr Spaß machte. Bald wurde ihm auch klar, warum er sich so gut fühlte. Er blieb stehen und schrieb an die Wand:

Wer losgeht und seine Angst hinter sich lässt, fühlt sich frei.
Knobel spürte auf einmal den kühlen Luftzug, der in diesem Teil des Labyrinths wehte und ihn erfrischte. Er holte ein paar Mal tief Atem und fühlte sich durch die Bewegung gestärkt. Es war lange her, seit Knobel dieses Gefühl gespürt hatte. Er hatte fast vergessen, wie viel Spaß es machte. Er sah sich selbst, ganz wirklichkeitsgetreue, wie er all seinen liebsten Käsesorten genoss. Je deutlicher ihm das Bild des neuen Käses vor Augen stand, desto wirklicher wurde es. Er fühlte, dass er den Käse finden würde. Er schrieb:

Allein schon die Vorstellung davon, wie mir der neue Käse schmecken wird, führt mich zu ihm.
Flink rannte er durch das Labyrinth und entdeckte ein Käselager, wo am Eingang kleine Käsestücke lagen. Köstlicher Käse, neue Sorten, die köstlich schmeckten. Allmählich kam er wieder zu Kräften. Dann musste er
aber voller Bestürzung sehen, dass es leer war. Jemand anderer war schon hier gewesen und hatte nur einige wenige Brocken übrig gelassen. Ihm wurde klar, dass er hier höchstwahrscheinlich eine ganze Menge neuen Käse gefunden hätte, wenn er sich schneller auf den Weg gemacht hätte. Er beschloss, zurückzugehen und Grübel zu fragen, ob er jetzt bereit war, sich ihm anzuschließen. Er schrieb an die Wand:

Je schneller Du den alten Käse sausen lässt, desto eher findest Du neuen.
Grübel freute sich zwar über den Besuch, lehnte aber dankbar die Stücke von neuen Käse ab, die ihm sein Freund reichte. Er wollte seinen alten Käse zurück, denn daran war er gewöhnt. Und er wollte so lange nichts ändern, bis er das bekomme, was er will. Knobel aber kehrte wieder ins Labyrinth zurück. Das Wissen, dass er einen neuen Weg eingeschlagen hatte, nährte ihn und verlieh ihm Kraft. Er lächelte, als ihm klar wurde, dass er bereits gefunden hatte, was er gesucht hatte.

Selbst im Labyrinth zu suchen ist sicherer, als ohne Käse zu sein.
Knobel erkannte, dass das, wovor man sich fürchtet, in der Wirklichkeit nie so schlimm ist, wie in der eigenen
Vorstellung. Die Furcht, die man in seinem Inneren aufsteigen lässt, ist schlimmer, als die Situation, die in Wirklichkeit existiert. Seine alte Denkweise war von Sorgen und Ängsten überschattet worden. Seine Gedanken hatten sich immer darum gekreist, dass er nicht genügend Käse haben oder der Käse nicht so lange reichen würde, wie er es sich wünschte. Er hatte mehr darüber nachgedacht, was schief laufen, als was gut gehen könnte. Jetzt aber hatte sich seine Denkweise geändert. Er hatte immer geglaubt, der Käse müsse stets an Ort und Stelle bleiben und Veränderungen seien nicht rechtens. Jetzt erkannte er, dass ständige Veränderungen die natürlichste Sache der Welt waren – ob man sie nun erwartet oder nicht. Sie konnten einen nur überraschen, wenn man nicht auf sie gefasst war. Er schrieb an die Wand:
Alte Überzeugungen führen Dich nicht zu neuem Käse.
Und er erkannte außerdem, dass neue Überzeugungen auch zu Verhaltensänderungen führen. Es hängt alles
davon ab, was man glauben will. Er schrieb an die Wand:

Wenn Du erkennst, dass Du neuen Käse finden und genießen kannst, änderst Du den Kurs.
Knobel hoffte immer noch, dass Grübel ihm folgen und seine Handschrift in der Wand lesen würde. Er notierte dann einen Gedanken, der ihn schon geraume Zeit bewegte:

Wer kleine Änderungen früh bemerkt, passt sich an die großen später leichter an.
Mittlerweile hatte Knobel vom Vergangenen Abschied genommen und war dabei, sich auf die Zukunft einzustellen. Und plötzlich fand Knobel neuen Käse im Käselager N! Er konnte es kaum glauben, hier lag der größte Käsevorrat, den er je gesehen hatte. Und er entdeckte plötzlich noch seine alten Freunde Schnüffel und Wusel. Sie aßen sich alle satt und Knobel sprach einen Toast ,,Ein Hoch auf die Veränderung“ aus. Was aber hatte ihn dazu gebracht, sich zu verändern? War es die Angst vor dem Verhungern gewesen? Na ja, zum Teil, aber dann lachte er . Er erkannte, dass er sich von dem Moment an zu ändern begonnen hatte, als er gelernt hatte, über sich selbst und seine Fehler zu lachen. Ihm wurde klar, dass man sich am schnellsten verändert, wenn man über seine eigene Dummheit lacht – dann kann man das Vergangene loslassen und rasch zu neuen Ufern aufbrechen.

Jetzt gebrauchte Knobel sein wunderbares Gehirn, um das zu tun, was Zwergenmenschen besser können als
Mäuse. Er dachte über die Fehler nach, die er in der Vergangenheit gemacht hatte, und nutzte sie, um seine
Zukunft zu planen. Er wusste nun, dass man lernen konnte, mit Veränderungen umzugehen: Man kann bewusster daran arbeiten, sich das Leben weniger kompliziert zu gestalten, flexibel und beweglich zu bleiben.
Man kann auf kleine Veränderungen achten, um dann besser auf die große Veränderung vorbereitet zu sein, die vielleicht bevorsteht.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis bestand aber vielleicht darin, dass es dort draußen immer neuen Käse gibt, ob man es im Augenblick nun erkennt oder nicht. Und dass man mit diesem Käse belohnt wird, wenn man seine Furcht überwindet und das Abenteuer genießt.
Er überlegte, ob er vielleicht zu Grübel zurückkehren solle, um ihn aus seiner misslichen Lage herauszuziehen. Doch dann erkannte Knobel, dass er bereits versucht hatte, seinen Freund zur Änderung zu bewegen. Grübel musste seinen eigenen Weg finden, musste das hinter sich lassen, was ihm Trost spendete, und seine Ängste überwinden. Er musste selber einsehen, dass es nützlich war, sich zu verändern. Das konnte kein anderer für ihn tun! Knobel hatte ihm eine Spur hinterlassen, und Grübel konnte den Weg finden, wenn er nur imstande war, die Handschrift an der Wand zu lesen.
Er fing noch einmal an und schrieb auf die größte Wand des Käselagers N eine Zusammenfassung all dessen, was er gelernt hatte. Und er lächelte, als er sah, was er alles dazu gelernt hatte:

Die Mottos an der Wand

  • Es wird sich etwas ändern!
    Der Käse bleibt nicht für immer
  • Sei auf Veränderungen vorbereitet!
    Mach dich darauf gefasst, dass der Käse verschwindet
  • Beobachte die Veränderungen!
    Schnupper oft am Käse, damit Du merkst, wenn er alt wird
  • Pass dich schnell an Veränderungen an!
    Je schneller Du alten Käse sausen lässt, desto eher kannst Du neuen Käse genießen
  • Verändere Dich!
    Folge dem Käse
  • Genieß die Veränderung
    Koste das Abenteuer aus und lass Dir den neuen Käse schmecken
  • Mach dich darauf gefasst, dich schnell zu ändern, und hab wieder Spaß daran!
    Der Käse wird immer wieder verschwinden.

Knobel erkannte, wie weit er es gebracht hatte. Er wusste aber auch, dass er leicht in seine alten Gewohnheiten zurückfallen konnte, wenn er sich zu bequem einrichtete. Also inspizierte er jeden Tag das Käselager, um Überraschungen durch unvorhergesehene Veränderungen zu vermeiden. Er ging außerdem oft hinaus und erforschte neue Teile des Labyrinths, um am Ball zu bleiben und stets zu wissen, was um ihn herum vorging. Er wusste, dass es sicherer war, sich über seine realen Möglichkeiten im Klaren zu sein, als sich auf vertrautem Gebiet zu isolieren.

Und plötzlich......hörte er ein Geräusch!!!! Als das Geräusch immer lauter wurde, ging ihm auf, dass da jemand näher kam. Könnte es vielleicht Grübel sein? Würde er gleich um die Ecke biegen? Er hoffte es so........!

 

eine Geschichte - - - oder mehr? - - - aus einer Gruppe

 
 

  
  

  

 

Stand: 01.01.2015
 
         
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