Der Plan . . .
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ist, dass ich mich - wie es damals auch im Mittelalter war -
für andere Menschen auf den Weg mache.
- Sie
sind für etwas dankbar?
- Sie
haben ein Versprechen einzulösen?
- Sie
können nicht selber unterwegs sein?
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. oder einfach so!
Machen
Sie eine Spende 25 €uro auf das Spendenkonto - siehe
Hauptprojekt - und lassen mir den Vordruck zukommen. Ihre
Angaben (gerne in einem verschlossenen Umschlag) werden
nicht veröffentlich oder gelesen. Ich nehme Sie aber im
Rucksack mit nach Santiago de Compostela.
Als
Nachweis bringe ich Ihnen gerne ein Foto (Vordruck /
Briefumschlag und Kathedrale) mit.
Wenn
Sie mögen trage ich Ihren Namen / Vornamen unter >> Mit
dabei ... << ein.
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Vordruck |
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Beispiel |
Aus dem Mittelalter
Dante
Alighieri schrieb in seiner Vita Nuova: "Sie heißen
peregrini, weil sie an die heilige Stätte in Galicien reisen
und dort das Grab des heiligen Jakobus besuchen."
Doch warum
sind Menschen im Mittelalter nach Santiago de Compostela
gepilgert, warum haben sie sich auf eine gefährliche, lange
Wanderschaft begeben?
Motive für den Jakobsweg
Viele Menschen
suchten Santiago mit der Ruhestätte des heiligen Apostels
Jakobus auf, weil sie sich von seiner Nähe Heilung und
Heiligung erhofften. Sie litten an Gebrechen, oft an
chronischen Krankheiten, und wünschten sich Milderung ihrer
Leiden.
Dann gab es
Menschen, die mit ihrer Pilgerfahrt ein Versprechen an den
Heiligen Jakobus einlösen wollten. Sie hatten ihn in einer
Notsituation angerufen und er hatte ihnen geholfen, etwa bei
einem Unfall oder einer gefährlichen Lage. Diese Menschen
haben also mit der Pilgerfahrt ein Gelübde eingelöst.
Ein Teil der
Pilger nahm die Strapazen einer Wallfahrt nach Santiago de
Compostela auch für den Erlass von Sündenstrafen auf sich.
Im Mittelalter hatten die Menschen große Angst aufgrund
irdischer Sünden in die ewige Verdammnis zu gelangen.
Des Weiteren
wollte man es unter allen Umständen vermeiden, den Weg zur
Seligkeit durch das Fegefeuer antreten zu müssen. Das
Fegefeuer ist nach der Lehre der katholischen Kirche ein Ort
der Läuterung, allerdings ein Ort qualvoller Reinigung der
Seele von den Sünden, die zwar nicht in die Verdammnis
führten, aber dennoch gesühnt werden mussten.
Ablass - Erlass der Sünden
Die Kirche
predigte im Mittelalter einen Weg, bereits auf Erden
göttliches Verzeihen zu erwirken: Es musste wahre Reue
deutlich sichtbar gezeigt werden.
Solche sichtbare
Reue konnte durch Geld- oder Sachspenden an die Kirche
erreicht werden, aber auch durch eine Pilgerreise zu einem
anerkannten Wallfahrtsort. Kam der Sünder dann von der
Pilgerfahrt zurück, so waren seinen Sünden nach der
kirchlichen Ablasslehre vergeben.
Der Pilger
erhielt indulgentia, also den Erlass seiner Sündenstrafen
durch die gezeigte Reue und durch die Nähe zu einem
Heiligengrab. Wie weit der Erlass ging war hingegen abhängig
von dem Gewicht der Sünden und der Bedeutung der Wallfahrt.
Das Grab des heiligen
Jakobus, eines der engsten Weggefährten Jesu, war sehr
abgelegen, fast am Ende der Welt: das Kap Finisterre, was
als Ende der Welt galt, lag von Santiago de Compostela
lediglich drei Tagesmärsche entfernt. Danach gab es nur noch
den unendlichen Ozean. Schon von daher hatte eine
Pilgerfahrt nach Santiago ein großes Gewicht, was den Umfang
des Sündenerlasses anging.
Codex
Calixtinus
Der Codex Calixtinus ist
ein umfassendes Werk zum Jakobusweg, welches im Mittelalter
entstand. Es enthält auch viele Musikstücke. Darunter
befindet sich ein beeindruckender Hymnus zum Preis von
Jakobus, seinen Werken und Wundern, welche er vollbracht
hat. Ab und zu wird der Pilger ihm auf dem Weg begegnen.
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Dum Pater familias,
rex universorum,
donaret provincias,
jus Apostolorum;
Jacobus Hispanias
lux illustrat morum. |
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Als Gott Vater
der König des Universums
die Provinzen
unter seinen Aposteln verteilte
(erhielt) Jakobus Spanien
Licht das die Mauren erleuchten möge. |
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Refrain
Primus ex Apostolis,
martir Jerosolimis
Jacobus egregio
sacer est martirio. |
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Kehrvers
Erster unter den Aposteln
Märtyrer in Jerusalem
Jakobus Auserlesener
Heilig ist sein Martyrium |
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Jacobi Gallaecia
opem rogat piam
glebae cuius gloria
dat insignem viam,
ut precum frecuencia
cantet melodiam. |
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Galizien bittet Jakobus
inständig um Hilfe
Sein Ruhm prägt diesem Land
den Weg ein
so wie der Gebete Vielzahl
singt ihm Lieder |
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Jacobo dat parium
omnis mundus gratis;
ob cuius remedium
miles pietatis
cunctorum praesidium
est ad vota satis. |
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Gleichermaßen erweise
alle Welt Jakobus Dank
für sein Erhören
tausender Fürbitten,
Schutz der Wankenden,
ihrer Wünsche Erfüllung |
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Jacobum miraculis
quae fiunt per illum,
arctis in periculis
acclamet ad illum
quisquis solvi vinculis
sperat propter illum |
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Jakobus Wunder,
die durch das Licht vollbracht wurden,
Fürsprecher in Gefahren,
ruft an das Licht.
Wer immer Fesseln zu lösen hat
der hoffe durch das Licht |
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O beate Jacobe
virtus nostra vere,
nobis hostes remove.
Tuos ac tuere,
ac devotos adhibe
nos tibi placere. |
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O gesegneter Jakobus
Held unseres Glaubens,
schaff unsere Feinde weg,
und beschütze die deinen
dass sich die Gläubigen zu dir wenden
und du uns gefallen mögest |
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Jacobo propitio,
veniam speremus;
et quas ex osequio
merito debemus
Patri tam eximio
dignes laudes demus |
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Jakobus, auf Versöhnung
und Ablass hoffen wir
und deinem Opfer
schulden wir Ehre
solch einem außerordentlichem Vater,
bringen wir rechte Loblieder dar. |
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Final
Herru Sanctiagu!
Got Sanctiagu
E ultreia!, e sus eia!
Deus adiuvanos!
(latein) |
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Endvers
Herru Sankt Jakob!
Großer Sankt Santiagu
Und weiter! Und immerdar!
Gott helfe uns!
(freie
Übersetzung) |
Hören Sie die ersten beiden
Strophen: >>
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